Warum Mädchen keine Astronauten werden wollen und Jungs Prinzessinnen albern finden – Wie Geschlechtsidentitäten entstehen


Geschlechtsspezifische Identitäten sind trotz aller individuellen Spielarten derart konstant, daß sie oft als natürlich erscheinen. Jedoch dient in „… jeder Gesellschaft … das angeborene Geschlecht zur Rechtfertigung einer anerzogenen Geschlechtsrolle.“ (E.J. Haeberle)
Die geschlechtsspezifische Sozialisation läuft manchmal derart subtil ab, daß Eltern eines Jungen und eines Mädchens davon überzeugt sind, keine Unterschiede in der Erziehung gemacht zu haben. Und doch gehen in den meisten Fällen kleine Prinzessinnen und Piraten daraus hervor.
Biologistische Ansätze erfreuen sich in diesem Zusammen großer Beliebtheit. Es ist ja auch viel bequemer sich eben dem „Schicksal der Natur“ beugen zu müssen, als Erziehungsmethoden infrage zu stellen und die eigenen Erwartungen als voreingenommen zu entlarven.
In der Veranstaltung soll jenseits eines reaktionären, Neurosexismus aufgedeckt werden, wie stereotype Vorstellung in jeder Generation mit verläßlicher Regelmäßigkeit und großem Erfolg auf die Sprößlinge projiziert werden.

Die Veranstaltung hat sehr einführenden Charakter.

ein kleiner Vorgeschmack

und hier die Audioversion des Vortrags